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Lufthansa

Als allererstes war es bei der Lufthansa so wie bei den beiden anderen auch. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Bewerbung an die Lufthansa der erste Schritt in meine neue berufliche Laufbahn war. Zunächst musste ich mich ja erst mal bewerben. Dies gestaltet die Lufthansa doch sehr angenehm, da auf der Seite www.lufthansa-pilot.de einfach nur das Bewerbungsformular am PC ausgefüllt und dann elektronisch abgesendet werden muss. Eine Bestätigung gab es prompt per Mail: „Sehr geehrter Herr Zumbült, wir haben Ihre Bewerbung entgegengenommen und werden uns in Kürze wieder bei Ihnen melden.“

Nun ja, bei den angegebenen Wartezeiten habe ich auch nicht damit gerechnet schnell Post zu bekommen. Doch kam es anderes als gedacht. Nachdem ich im Juli 2008 meine Bewerbung abgeschickt hatte, bekam ich schon sehr bald Post mit einem großen Lufthansa-Logo. Mein erster Test, die Voruntersuchung, sollte am 11. Dezember 2008 stattfinden. Langsam wurde es ernst.

Mit den Bewerbungsdaten der LH noch schnell ein Hotel in Hamburg gebucht und dann auf den Dezember gewartet. Diese Wartezeit ging dank Skytest und den CBTs der Lufthansa doch recht schnell rum und somit war plötzlich kam der Dezember genauso schnell wie meine Nervosität. Grade erst beworben stand ich auf einmal pünktlich am Testtag vorm Gebäude des DLR in Hamburg. Hier also sollte mein Traum auf seine erste große Probe gestellt werden. Der Test selber lief ab wie geplant und vermutet. Nur die Aufregung war neu und somit die Tests auch nicht einfacher als Zuhause vorm Rechner. Die Anforderungen bei den Tests waren hoch und an einigen Stellen hatte ich das Gefühl den Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein. Viele Themengebiete und Anforderungsprofile wurden abgefragt und getestet. Englisch, Mathe, Kopfrechnen, Technik/Physik waren Tests, die man ja noch auswendig lernen konnte und außer Kopfrechnen (wer kann schon 4% von 255 in 5sek im Kopf ausrechnen?!) auch echt gut liefen. Doch die anderen Tests kann man einfach oder nicht. Reaktionsvermögen, logisches Denken, Merkfähigkeit, visuelle Vorstellungskraft, usw. Das Ganze Testprogramm lief dann über 2 Tage à 8 Stunden, nach denen man zuletzt noch die obligatorischen 168Fragen zur Persönlichkeit beantworten musste? Wie war das nochmal? Mag ich lieber Eis oder Pudding? Hatte ich als Kind genug Taschengeld? Gehe ich auch mal ein Wagnis ein? Fragen über Fragen, viele ähnelten sich doch sehr und somit würde es sicher auch schnell auffallen wenn man sich in Wiedersprüche verstrickt.

Hier noch ein par Bilder zu den Tests:

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Am Ende des zweiten Tages waren alle erschöpft und in meinem Fall total verunsichert ob man nun bestanden hat oder nicht. Genaugenommen war ich mir fast sicher es nicht geschafft zu haben. Nach 2 Wochen weckte mich dann mein Vater mit einem Umschlag in der Hand. Beim vorsichtigen Schielen durch das Sichtfenster konnte ich nur ein „… wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen…“ lesen.

Ich hatte es geschafft.

VU bestanden blieben nur noch Haupt-Untersuchung und Medical. Erleichtert las ich den Rest des Briefes in dem ich darauf hingewiesen werde, dass die HU-Termine bis Mitte nächsten Jahres voll sind und sich das Auswahl-Team im 2.Quartal für einen Termin melden würde. Noch ein par Dokumente besorgen (Abi-Zeugnis, Auszug aus Flensburg, Führungszeugnis) und dann warten. Doch die nächste Überraschung wartete mit der Post von Air Berlin schon eine Woche später auf mich.

die_bewerbung2.txt · Zuletzt geändert: 22.09.2011 17:15 (UTC) von GAE044